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Inklusionscoaches 2026

Veröffentlicht am 17.02.2026

Inklusionscoaches haben Weichen für das Projektjahr 2026 gestellt!

Im Januar fand das Auftakttreffen zum Projekt „Inklusionscoaches“ statt. Erstmals trafen sich die neuen Inklusionscoaches in Leipzig. Ziel war es, einen Handlungsleitfaden für das Projektjahr, bezogenen auf die jeweiligen Voraussetzungen der Regionen, zu entwickeln. 

Wer sind überhaupt diese Inklusionscoaches?
Um das genau zu erklären, muss hier etwas ausgeholt werden. Der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (SBV) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Inklusion im Sport in Sachsen voranzutreiben. Im Zuge dieses Projekts kooperiert der SBV mit ausgewählten Kreissportbünden (KSB), weil die Nähe zur regionalen Vereinslandschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Gesamtprojekt ist. Die Inklusionscoaches sind Ansprechpersonen in den Kreissportbünden im Bereich Inklusion und für Vereine und interessierte Menschen die erste Anlaufstelle. Das Projekt ist schon seit 2022 Bestandteil der inklusiven Arbeit beim SBV. Bis 2025 haben die Stadt- und Kreissportbünde (SSB) Leipzig, SSB Chemnitz, KSB Vogtland und der KSB Sächsische Schweiz – Osterzgebirge mit dem SBV zusammengearbeitet – von 2022 bis 2023 auch der KSB Oberlausitz. Seit 2026 gibt es teilweise neue Kooperationen. Die Inklusionscoaches für dieses Jahr sind Carola Heinze vom KSB Landkreis Leipzig, Lydia Reis vom KSB Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Claudia Minz vom KSB Vogtland und Thomas Hentschel vom KSB Bautzen.

Was sind die Arbeitsinhalte der Inklusionscoaches?

Die Inklusionscoaches haben ein breites Aufgabenfeld. Zuallererst sind sie Ansprechpersonen und Vertreter für den Bereich Inklusion im Sport. Der wichtigste Bestandteil dessen ist die Beratung und Prozessbegleitung von Vereinen und anderen interessierten Menschen, wenn es darum geht, inklusive Angebote in Sportvereinen aufzubauen. Es gehört aber auch dazu, ein einheitliches Verständnis von Inklusion im Verein zu vermitteln und Orientierungshilfen und Qualifikationsmaßnahmen zu geben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Aufbau von Strukturen, die die gleichberechtigte Teilhabe am Sport für alle Menschen, mit und ohne Behinderung, möglich machen. Damit ist das Erschaffen und Organisieren von Veranstaltungen gemeint, wie zum Beispiel inklusive Sportfeste und Wettkämpfe, Fortbildungen, Einführungsworkshops zum Thema Sport und Inklusion, sowie der Abnahme des Deutschen Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung.
Die Netzwerkarbeit ist ebenfalls Bestandteil der Aufgaben eines Inklusionscoaches. Im Vordergrund steht dabei die Vernetzung mit Sporttreibenden, Trainer/-innen, Vereinen, Schulen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, aber auch mit relevanten Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Für einen regen Austausch an Wissen und Informationen, sollen die Inklusionscoaches regelmäßig Netzwerktreffen organisieren.
Ein großer Aspekt ist die Sichtbarkeit von inklusivem Sport. Kein Mensch soll sich fragen müssen, ob man Sport treiben darf, ob man mit dabei sein darf. JA. Du darfst. Du sollst sogar. Wir wollen mit dir Sport machen. Damit dieser Gedanke in die Vereine und die Köpfe der Menschen getragen wird, sollen die Inklusionscoaches mit ihrer Arbeit in die Öffentlichkeit treten. Zum Beispiel, indem öffentlichkeitswirksame Kampagnen umgesetzt, breit Werbung für inklusive Veranstaltungen platziert und auf sozialen Netzwerken von inklusiven Veranstaltungen berichtet wird. 

Was waren die Inhalte des Treffens?

Bei dem Auftakttreffen trafen sich die Inklusionscoaches mit dem Projektkoordinator des SBV in Leipzig. Die Inklusionscoaches stellten zuallererst sich und die aktuelle Situation zum inklusiven Sport in ihren KSB vor. Es ging um Probleme, Ideen für die Zukunft und in den letzten Jahren erfolgreich verlaufene Projekte. Dabei wurde sich untereinander vernetzt, gemeinsam Handlungsempfehlungen besprochen und Herausforderungen thematisiert.
Aufbauend auf dieser Statusanalyse der jeweiligen KSB wurden konkrete Ziele für das kommende Projektjahr formuliert und gemeinsame Pläne festgesetzt.

Was sind die Ergebnisse des Treffens?

Bei Meeting wurden drei Probleme als die größten identifiziert.
1. Die Schwierigkeit, neue Vereine zu motivieren, inklusive Angebote aufzubauen.
2. Die Herausforderung, inklusiv arbeitende Vereine ausfindig zu machen.
3. Das Problem des Transportes für Menschen mit Behinderung im ländlichen Raum, um Sportveranstaltungen und / oder Sportstätten erreichen zu können.

Große Meilensteine für das Jahr 2026 sind die Ausbildung von Personen, die das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung prüfen können. Dazu soll eine gemeinsame Struktur aufgebaut werden. Ein weiterer Plan ist, das Inklusionsmobil für einige Sportveranstaltungen zu buchen und Sportfeste inklusiver zu gestalten. Weiterhin ist die Gründung von zwei neuen Sportvereinen, die inklusive Angebote bereitstellen, angestrebt. Dabei werden die KSB entsprechend unterstützen. Zudem wurde eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit beschlossen, mit dem Ziel, das Projekt „miss – Mehr Inklusion im Sport in Sachsen“ und die digitale Sportlandkarte bekannter zu machen.
Schlussendlich kann gesagt werden, dass wichtige Grundsteine für die kommende Zusammenarbeit gelegt wurden und das Auftakttreffen der Inklusionscoaches ein voller Erfolg war.

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