Mehr Inklusion im Sport in Sachsen.

„Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung wechseln kann“, sagte bereits der französische Künstler Francis Picabia. Es ist eine Möglichkeit bestehende und vorgegebene Strukturen aufzubrechen und sich für neue Denkansätze zu öffnen. Stichwort: Barrieren abbauen, bei gleichzeitiger Entscheidungsfreiheit ob man mitspielen möchte oder nicht.

Das Sportinklusionsprojekt „miss“, gefördert durch die „Aktion Mensch“, wird vom Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V. (SBV) koordiniert und dem entsprechenden Know-how im Behindertensport getragen.

Das Inklusionsprojekt (1. Projketphase: 10/18-09/21) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Inklusion verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und damit den Prozess des Umdenkens anzutreiben. Sport überwindet Grenzen und spricht eine Sprache, die für alle gleichermaßen verständlich ist. Es ist ein Ort an dem Berührungsängste und Vorurteile abgebaut werden können, auf beiden Seiten – zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Im Vordergrund steht die nachhaltige Entwicklung und Bereitstellung inklusiver Angebote um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport im Allgemeinen und in den Vereinen im Speziellen zu stärken.
Dabei geht es nicht ausschließlich um die Vervielfältigung der Sportangebote für Menschen mit Behinderung; auch die Bereitstellung und Zugänglichkeit folgender Informationen ist unabdingbar.

WAS gibt es schon?
WO gibt es diese Angebote?
WER ist mein/e Ansprechpartner/in?

Mit Ihrer Hilfe kann ein umfangreiches Angebotsnetz erstellt und dargestellt werden, so dass Menschen mit Behinderung auch die Möglichkeit haben, nach eigenen Vorlieben zu filtern. Mit etwas Glück auch wohnortsnah.

Die Botschaft ist klar: ein buntes Miteinander auf einem Weg, der nicht geradlinig verlaufen muss um am Ende dennoch ans Ziel zu gelangen. Mehr Inklusion im und durch den Sport.

Inklusionsprojekt "miss" geht in die nächste Runde (2. Förderphase: 01/22-12/23)

Das vom Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (SBV) initiierte und koordinierte Sportinklusionsprojekt „miss – Mehr Inklusion im Sport in Sachsen“ wurde zu Beginn des Jahres 2022 fortgesetzt und kann nun ausgebaut werden. Ziel ist weiterhin, Menschen mit Behinderung zu Sport und Bewegung einzuladen, sie bei der Suche nach Sportangeboten zu unterstützen, Aufklärungsarbeit zu leisten, Vorurteile abzubauen sowie bauliche und kommunikative Barrieren zu reduzieren. Dank der Aktion Mensch und ihres Förderprogramms „Erfolgreich weiter“ konnte der SBV das mittlerweile dreijährige Inklusionsprojekt um weitere 24 Monate verlängern. In den bevorstehenden zwei Jahren sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass ein unkomplizierter Zugang zu sportlichen Angeboten für alle, nachhaltig und über den Projektzeitraum hinaus gewährleistet werden.

Inklusionscoaches im Einsatz
Große Bedeutung hat die Arbeit bei bzw. mit der Basis, also den Vereinen und Verbänden. Nur sie sind in der Lage, mehr Sportangebote zu schaffen, die Menschen mit Behinderung gleichberechtigt nutzen können. Damit dies in der Fläche, also auch jenseits der Ballungszentren, gelingt, sind die sogenannten Inklusionscoaches ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeit der kommenden Monate.

Essentiell ist dabei auch die Vernetzung mit den Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie zwischen Sportler*innen mit Behinderung und den Vereinen selbst. Hierbei können auch Kooperationen zwischen (Förder)-Schulen und Vereinen ihren Beitrag leisten. Auch Werkstätten und Selbsthilfegruppen für Menschen mit Behinderung, bestenfalls in der
Nähe eines Vereins, haben Potential für Kooperationen mit Sportvereinen.

Inklusive Sportlandkarte

Das Schaffen neuer inklusiver Sportangebote und das Organisieren inklusiver Veranstaltungen ist das eine. Wichtig ist, dass Menschen mit Behinderung davon erfahren, wo sie auf ein Sportangebot treffen, in dem sie willkommen sind. Auf der Projektwebsite finden Interessierte eine Landkarte mit inklusiven und behindertenspezifischen Sportangeboten sowie Veranstaltungen. Gefiltert werden kann nach Art der Behinderung, Präferenzen in der
Sportart, Wohnort und Altersgruppen.

Inklusion bedeutet keineswegs, dass man alles für alle verfügbar machen kann oder muss. Aber es ist wichtig, die Zielgruppen zueinander zu bringen und so einen Beitrag zur gleichberechtigen Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport zu leisten.

Weiterführende Informationen

Urheber des Bildes: Matthias Ebermann

Logo Aktion Mensch

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